Aktuelles

4. Bombenentschärfung in Schwentienental

Am Donnerstag, den 21.03.2019 war es wieder so weit. Die vierte Fliegerbombe in diesem Jahr wurde auf einem Baufeld in Schwentinental durch den Kampfmittelräumdienst aufgespürt.

Dieses Mal war aber der zur räumende Bereich etwas kleiner als bei den drei Bomben zuvor. Auch die B76 blieb frei befahrbar.
Bei der Bombe handelte es sich um eine britische 500-Pfungbombe mit Heckzünder.
Nicht viel anders als die anderen Exemplare, aber der Fundort wies andere Begebenheiten auf. Sie lag nicht direkt auf dem Hügel, sondern in einer großen Bodensenke. Dadurch wurde der berechnete Gefahrenbereich um einiges verringert.

 

12:00 Uhr
Das Feuerwehrhaus im Ortsteil Klausdorf wurde wieder als Führungszentrale für diesen Einsatz eingerichtet. Nach und nach trafen die beteiligten Kräfte von der Schnelleinsatzgruppe sowie der Rettungsdienst aus dem Kreis Plön, Polizei, Bauhof, das Ordnungsamt der Stadtverwaltung und natürlich von der Freiwilligen Feuerwehr ein.

 

13:00 Uhr
Die Einsatzkräfte wurden durch Holger Muhs von der Polizei im Schulungsraum der Feuerwehr begrüßt. Im Anschluss begann die Einweisung, welche Sperren wo aufzubauen bzw. von wem einzunehmen sind.

 

14:00 Uhr
Die Evakuierung des Sperrbereichs startete.
Die Polizei richtete sich zusätzlich zur Führungsstelle der Feuerwehr auch im Gerätehaus ein. Die Führungsstelle der Freiwilligen Feuerwehr wurde durch ein Koordinierungsteam von zwei Personen besetzt.
Die Führungsstelle der Freiwilligen Feuerwehr ist ein Führungsraum, der mit mehreren Funkgeräten, Fax- und Telefonen bestückt ist. Hier kann das aktuelle Einsatzgeschehen an einer Lagekarte dargestellt werden. Über einen Beamer werden Lageänderung und weitere Informationen angezeigt. Von hier aus können die Einsatzkräfte im Gerätehaus über eine Lautsprecheranlage zum Einsatz gerufen werden. Bei Großschadenslagen werden die einzelnen Feuerwehrfahrzeuge von hieraus geführt und zu verschiedenen Einsatzorten beordert.

Durch die Feuerwehr wurden mehrere Koordinierungsteams ausgebildet, damit die Führungsstelle jederzeit besetzt werden kann und bei andauernden Gefahren über einen längeren Zeitraum besetzt werden kann.
Das im letzten Jahr angeschaffte digitale Führungssystem hat sich bei den Einsatzlagen der Bombenentschärfung sehr gut bewährt.

 

15:17 Uhr
Der Kampfmittelräumdienst begann mit der Entschärfung. Der Heckzünder war so stark deformiert, dass dieser nicht auf dem normalen Weg „herausgeschraubt“ werden konnte. Hier unterstützte eine „Wasserstrahlroboter“ die Kampfmittelräumer. Mit diesem Hochdruck-Wasserstrahl kann man Stahl zerschneiden. Dieses System wurde hier zum ersten Mal eingesetzt. Der Detonator musste nach der Entnahme aus der Bombe vor Ort gesprengt werden, da dieser nicht transportfähig war.

 

16:43 Uhr
Die Bombe wurde erfolgreich entschärft.

Im Anschluss konnten die Einsatzkräfte sich im Gerätehaus bei einer Wurst und Kartoffelsalat stärken.

Wir möchten uns im Namen der Feuerwehr, der Stadt Schwentinental und allen Bürgerinnen und Bürger hier einmal an die Arbeitgeber unserer Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner wenden. Wir bedanken uns ganz herzlich, dass unsere aktiven Freiwilligen Feuerwehreinsatzkräfte für diesen Einsatz von ihrem Arbeitgeber beurlaubt bzw. freigestellt wurden. Größtenteils verzichten die Firmen auf die Aufwandsentschädigung, die ihnen hierfür zustehen würde. Vielen Dank.