Aktuelles
Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Klausdorf
Am letzten Freitag im Januar war es wieder so weit: Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Klausdorf stand auf dem Dienstplan. Wehrführer Kai Lässig eröffnete die Sitzung um 19:35 Uhr und begrüßte die Kameradinnen und Kameraden sowie zahlreiche Gäste aus Verwaltung, Politik, Polizei und den umliegenden Feuerwehren, Bereitschaften und Verbänden.
Im Jahresrückblick konnten die 70 Mitglieder der Einsatzabteilung – darunter 6 engagierte Zweitmitglieder – auf insgesamt 89 Einsätze zurückblicken. 25 davon waren Brandeinsätze, 51 technische Hilfeleistungen. Auch im Jahr 2025 zeigte sich erneut, wie vielfältig und anspruchsvoll das Einsatzspektrum geworden ist. Die jüngsten Ereignisse verdeutlichen, wie wichtig die Hinweise des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sind. Besonders im Hinblick auf extreme Wetterlagen und mögliche langanhaltende Stromausfälle bleibt eine vorausschauende Planung und Anpassung unserer Ressourcen unverzichtbar. Um für komplexe Einsatzlagen bestmöglich vorbereitet zu sein, wurde die Drehleiterausbildung weiter intensiviert – ein Schritt, der sich bereits bei zahlreichen Einsätzen bewährt hat. Ein ebenso erfolgreiches Jahr liegt hinter unserer Drohneneinheit: 74 Flüge, 190 Kilometer Flugdistanz und 30 Stunden Flugzeit sprechen für sich. Besonders hervorzuheben sind die 9 Einsätze, bei denen wir Feuerwehren aus Kiel und dem Kreis Plön sowie die Polizei unterstützen konnten.
Ein besonders bedeutender Teil der Versammlung war die Verabschiedung von Ernst‑Peter Pöhlmann aus seinem Amt als Brandschutzerzieher. Seit fast 33 Jahren prägte er diesen Bereich wie kaum ein anderer. Mit unermüdlichem Einsatz, großem pädagogischem Geschick und einer beeindruckenden Portion Leidenschaft hat er Generationen von Kindern und Erwachsenen für das Thema Brandschutz sensibilisiert. Seine Arbeit hat nicht nur das Sicherheitsbewusstsein in unserer Gemeinde nachhaltig gestärkt, sondern auch das Bild der Feuerwehr Klausdorf weit über die Ortsgrenzen hinaus positiv geprägt. Ernst‑Peter Pöhlmann war über Jahrzehnte hinweg eine verlässliche Säule unserer präventiven Arbeit – jemand, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern Begeisterung weckte und Vertrauen schuf. Für dieses außergewöhnliche Engagement danken wir ihm von Herzen. Umso mehr freuen wir uns, dass mit Julia Brumbi eine engagierte Nachfolgerin bereitsteht, die diese wichtige Aufgabe übernimmt.
Trotz der vielen Herausforderungen, die in den kommenden Jahren auf uns warten, bleibt die Feuerwehr Klausdorf fest entschlossen, mit Fachkompetenz, Engagement und einem starken Gemeinschaftsgefühl für die Sicherheit der Bevölkerung einzustehen. Das Vertrauen und die Anerkennung aus der Öffentlichkeit bestärken uns darin, diesen Weg motiviert weiterzugehen. Unser Dank gilt allen, die unsere Arbeit im vergangenen Jahr unterstützt haben.
Auch die Jugendfeuerwehr hatte allen Grund zur Freude. Unter der Leitung unserer Jugendwartin Sophie Swolana und ihrem gesamten Team aus Betreuern, Helfern und Unterstützern sorgen sie dafür, dass unsere Nachwuchskräfte bestmöglich ausgebildet und gefördert werden. Schriftwart Matti Blöcker stellte dies mit einem souveränen Jahresbericht eindrucksvoll unter Beweis. Mit 25 Mitgliedern startete die Jugendfeuerwehr ins Jahr 2025 – aufgrund der hohen Nachfrage weiterhin mit einem Aufnahmestopp. Das zeigt uns die Attraktivität und Anerkennung unserer Jugendfeuerwehr.
Ein weiterer Erfolg der Jugendarbeit folgte mit vier Übertritten in die Einsatzabteilung.Lea-Marie Zarniko, Johann Köpp, Fynn-Ole Skudlarz und Luca Tausche wurden durch Wehrführer Kai Lässig per Handschlag auf die Satzung der Feuerwehr Klausdorf verpflichtet. Ebenso wurde Eric Rabehl nach seiner Probezeit von den Mitgliedern aufgenommen.
Dank der neuen digitalen Wahlunterstützung konnten die zahlreichen Wahlen zügig durchgeführt werden. Gewählt wurden Roger Mayer zum Kassenwart, Björn Setzer zum Zugführer und Andre Schulz zum Gruppenführer. Thomas Stach und Marvin Schulz wurden zu stellvertretenden Gruppenführern, Jan Olsson zum Schriftwart sowie Axel Barbier und Nico Essrich zu Kassenprüfern gewählt. Allen Gewählten wünschen wir viel Erfolg und ein gutes Händchen für ihre neuen Aufgaben.
Durch ihr Engagement und ihre erworbenen Fähigkeiten wurden Nico Essrich, Luca Tausche, Fynn-Ole Skudlarz, Johann Köpp und Lea-Marie Zarniko zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann befördert. Leon Fünder wurde zum Oberfeuerwehrmann, Tessa Borchert und Antonia Rasberger zur Hauptfeuerwehrfrau und Mark-Oliver Krebs zum Löschmeister ernannt.
Für langjährige Mitgliedschaft wurden Tessa Borchert und Jolina Frank (10 Jahre), Oliver Scharr (20 Jahre) sowie Hans-Hermann Lund (30 Jahre) geehrt. Der Feuerwehrmannpokal ging in diesem Jahr an Andre Schulz – verliehen für 100 % Dienstbeteiligung. Eine beeindruckende Leistung und ein starkes Zeichen für Engagement und Verlässlichkeit.
Ein ganz besonderer Moment der Jahreshauptversammlung war die Ehrung unseres Wehrführers Kai Lässig. Kreisjugendwart Jürgen Ohrt würdigte in seiner Ansprache Kais außergewöhnliches Engagement für die Jugendfeuerwehr Klausdorf – ein Engagement, das seit der Gründung unserer Jugendabteilung prägend wirkt. Kai war über all die Jahre ein verlässlicher Ansprechpartner, Förderer und Motor der Jugendarbeit. Mit unermüdlichem Einsatz, Weitblick und echter Leidenschaft hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass die Jugendfeuerwehr Klausdorf heute so stark, attraktiv und erfolgreich dasteht. Zahlreiche Ausbildungen, Projekte und Veranstaltungen tragen seine Handschrift, und viele junge Menschen wurden durch seine Unterstützung auf ihrem Weg in die Einsatzabteilung begleitet. Für dieses außergewöhnliche Wirken – sowohl innerhalb unserer Feuerwehr als auch auf Kreisebene – wurde Kai Lässig mit der silbernen Leistungsspange der Jugendfeuerwehr Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Die Versammlung würdigte diese besondere Ehrung mit langanhaltendem Applaus.
Im Anschluss wurden Julia Brumbi zur Brandschutzbeauftragten und Antonia Rasberger zur stellvertretenden Jugendwartin ernannt. Wir wünschen beiden viel Erfolg und Freude in ihren neuen Ämtern. Ein weiterer feierlicher Moment der Versammlung war der Übertritt von Norbert Kammers und Hinrich Vater in die Ehrenabteilung. Beide haben über viele Jahre hinweg mit großem Engagement, Verlässlichkeit und Kameradschaft zum Erfolg unserer Feuerwehr beigetragen. Der Wechsel in die Ehrenabteilung ist nicht nur ein formaler Schritt, sondern eine besondere Würdigung ihres langjährigen Dienstes und ihrer Verdienste. Mit großem Respekt und Dankbarkeit würdigen wir ihren Einsatz und freuen uns, sie weiterhin als geschätzten Teil unserer Feuerwehrfamilie an unserer Seite zu wissen.
Bei den Kameraden, die ihr Amt im Vorstand zur Verfügung stellten, bedankte sich die Wehrführung im Namen aller Mitglieder für ihre geleistete Arbeit. Einen Präsentkorb erhielten dabei Holger Olsson (12 Jahre Sprecher der Ehrenabteilung), Norbert Kammers (12 Jahre Gerätewart / 18 Jahre Kassenwart), Stephan Atzpodien (18 Jahre Gruppenführer) und Andre Schulz (14 Jahre Schriftwart) als Dank für ihr Engagement und ihren Einsatz im Vorstand der Feuerwehr Klausdorf.
In den Grußworten der Gäste wurde die gute und konstruktive Zusammenarbeit sowie die hohe Zuverlässigkeit der Feuerwehr Klausdorf hervorgehoben. Ebenso sprachen sie allen Beförderten und Geehrten ihre Glückwünsche aus. Unser Ehrenmitglied Stadtbrandmeister Stefan Waldner aus Kaufbeuren-Oberbeuren sendete uns eine Videobotschaft, in der uns die besten Grüße aus dem schönen Allgäu überbrachte. Er und seine Kameraden freuen sich schon, wenn wir uns dieses Jahr alle wiedersehen. Ein besonderer Dank kam vom Leiter des Löschzug‑Gefahrgut des Kreises Plön, Timo Kahnert. Er betonte, dass Klausdorf für Stadt und Kreis ein strategisch wichtiger und absolut unverzichtbarer Standort ist – gerade mit Blick auf das Gefahrenpotenzial im Gewerbegebiet Schwentinental. Gleichzeitig hob er die hervorragende Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden hervor, die maßgeblich dazu beiträgt, dass dieser Standort seine besondere Bedeutung erfüllen kann. Seine Worte machten deutlich, wie sehr die Arbeit der Feuerwehr Klausdorf geschätzt wird und welch zentrale Rolle sie im regionalen Gefahrenabwehrkonzept spielt. Traditionell schloss der stellvertretende Wehrführer Patrick Lösche die Versammlung ab. Mit einem humorvollen und charmant vorgetragenen Gedicht bedankte er sich bei allen für die hervorragende Zusammenarbeit – nicht nur innerhalb der Feuerwehr, sondern auch mit Verwaltung, Politik, Polizei sowie den umliegenden Feuerwehren, Bereitschaften und Verbänden. Seine Worte sorgten für ein herzliches Schmunzeln im Saal und bildeten einen persönlichen, stimmungsvollen Abschluss der Veranstaltung. Anschließend folgte sein traditioneller Satz: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“