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Großangelegte Rettungsübung auf dem Wasserwerksgelände
Wasserwerksgelände Realistische Herausforderungen und wertvolle Erkenntnisse für die Einsatzkräfte
Auf dem Wasserwerksgelände der Stadtwerke Kiel im OT Klausdorf fand eine umfassende Rettungsübung statt, bei der die Einsatzkräfte unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zahlreiche Herausforderungen bewältigen mussten. Ausgangspunkt war das Szenario einer Explosion im Kellerbereich des Gebäudes, mit insgesamt fünf vermissten Personen. Eine Person befand sich auf dem Dach und führte dort Arbeiten aus, eine weitere – eine Auszubildende – floh nach der Explosion panisch und war zunächst unauffindbar. Die übrigen drei Personen wurden im verrauchten Keller vermutet, was die Rettung besonders erschwerte.
Nach dem Eintreffen der Einsatzleitung übernahm ein Mitarbeitender der Stadtwerke die Einweisung und schilderte die aktuelle Lage. Bereits von außen war dichter Rauch zu sehen, sodass das Gebäude erst nach dem Eintreffen der Löschfahrzeuge und mit speziellem Atemschutz betreten werden konnte. Im Inneren sorgten Nebelmaschinen und Rauchbomben für eine realistische Simulation, die den Kräften höchste Konzentration und Koordination abverlangte.
In der Maschinenhalle wurde durch laute Hilferufe schnell eine Person gefunden, die Hinweise auf weitere Vermisste im Keller gab. Sofort wurden zusätzliche Teams unter schwerem Atemschutz entsandt, um diese zu suchen. Die Orientierung war wegen der dichten Rauchentwicklung äußerst schwierig. Parallel dazu wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht, um die auf dem Dach befindliche Person sicher zu retten. Gleichzeitig durchkämmten weitere Trupps das umliegende Gelände, um die vermisste Auszubildende zu finden, die sich aus Angst versteckt hatte.
Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die enge Koordination und Kommunikation zwischen Einsatzleitung und allen beteiligten Gruppen ist. Nur durch präzise Absprachen und strukturiertes Vorgehen konnten alle Vermissten nach und nach gefunden, gerettet und zur Erstversorgung gebracht werden.
In einer anschließenden Nachbesprechung wurden sowohl Stärken als auch Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert, um Abläufe weiter zu optimieren. Besonders positiv hervorzuheben ist die realitätsnahe Gestaltung der Übung – etwa durch den gezielten Einsatz von Nebelmaschinen, der die Einsatzkräfte zwang, ruhig und überlegt zu handeln. Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil, um die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte zu überprüfen und im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.
Ein besonderer Dank gilt den Stadtwerken Kiel, die das Gelände für die Übung zur Verfügung gestellt und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Region geleistet haben.