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DKW F91/6 MUNGA 8

Allgemeines:

 

Der Begriff "Munga" steht für Mehrzweck-Universal-Geländewagen mit Allradantrieb.

 

Der seinerzeit für die Bundeswehr produzierte Fernmeldewagen wurde nach der militärischen Aussonderung entsprechend dem neuen Einsatzzweck bei der Feuerwehr in Eigenleistung umgebaut. Die Lackierung wurde von olivgrün in feuerwehrrot geändert.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Klausdorf hatte bereits von 1966 bis 1976 einen MUNGA vom Typ F 91/4 im Bestand.

 

Daten:

 

Fahrzeugtyp : DKW F91/6 MUNGA 8
Hersteller : AUTO UNION
Baujahr : September 1967
Sitzplätze :

2 Einzelsitze vorn und 2 Bänke für jeweils 3 Personen

Motor : Dreizylinder – Zweitakt, Gemisch 1:40
Hubraum : 974 ccm
Leistung : 32 KW / 44 PS
Höchstgeschwindigkeit : 90 km/h
Länge : 3,690 Meter
Breite : 1,830 Meter
Gesamthöhe : 1,937 Meter
Wendekreis : 11,70 Meter
Zul. Gesamtgewicht : 1885 kg
Elektrik :

24 Volt

12 Volt für nachgerüstete Verbraucher

 

Geschichte dieses Fahrzeuges:

Oktober 1967 Produktion und Einsatz bei der Bundeswehr in Bayern
1982 Freiwillige Feuerwehr im Oberpfälzer Landkreis Cham
2003 Privatpersonin Niedersachsen
2004 Klausdorf

 

Dieser MUNGA ist laut Gutachten für Oldtimer – Fahrzeuge nach § 23 StVZO des TÜV – Nord vom 03.11.2003 ein „technisches Kulturgut in einem erhaltungswerten Zustand“ und ist damit berechtigt am Ende des Kennzeichens ein „H“ für historisches Fahrzeug zu tragen.

 

Name des Fahrzeugs : Tabata
Funkrufname : 11 / 11 / 2 a.D.

Klausdorfer Fahrzeuggeschichte:

 

Hauptuntersuchung 2004: „ohne Mängel“

 


Unsere Tabata wurde im Jahr 2006 einer umfangreichen Restauration unterzogen. Hierfür danken wir unserem leider schon verstorbenen Dorfschmied und langjährigen Feuerwehrkameraden Fritz Wienroth. Er hat mit so manchem Tipp weitergeholfen und einiges von seinem Wissen und Können nicht nur gezeigt, sondern weitergegeben.

 

Alle demontieren Teile wurden abgebaut, sandgestrahlt, grundiert und neu lackiert. Einige Karosseriebleche mussten herausgetrennt und durch selbstgefertigte Bleche ersetzt werden.

 

Auch der Kraftstofftank erhielt wieder die originale Mischeinrichtung. Durch eine im 45 Liter Tank drehende Mischwalze wurde herstellerseits der erforderliche Kraftstoff aus Benzin und Zweitaktöl gemischt.

 

Betätigt wird dieser Mischer mit einer am Tankdeckel befestigten Kette, die über einen Bowdenzug die federgespannte Mischwalze zum Drehen bringt. Zwei-, drei Mal ziehen und schon kann die Fahrt losgehen.

 

Fehlende Teile – wie z.B. die Reserveradhalterung und die Blaulichtstange – wurden erworben und nachgerüstet. Neue Scheinwerferreflektoren und andere Verschleißteile mussten ausgetauscht werden.

 

Hauptuntersuchung 2007: ohne festgestellte Mängel

 

Die zwei in Reihe geschalteten 12 Volt Batterien wurden 2008 ersetzt. Die besondere Bauform erforderte eine längere Suche nach den passenden Batterien.

 

Danach gab es leider enorme Motorprobleme. Über längere Zeit lief er nicht optimal und stellte dann leider seine Funktion vollständig ein.

 

Was hatten wir nicht alles versucht? Zündung, Zündkerzen, Kontakte, Vergaser usw. Nach der Demontage des ausgebauten Motors mussten wir feststellen, dass ein Lager der Kurbelwelle sich festgesetzt und Metall aus dem Motor „geschnitten“ hatte. Sowohl Zylinderlaufbahnen als auch der Zylinderkopf waren erheblich beschädigt, die Kolben im Zylinder ausgeschlagen. Damit war der Motor nicht mehr zu retten. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis ein passender Originalmotor in gutem Zustand gefunden und eingebaut wurde. Und das geliebte „Räng täng täng“ des Zweitakters war wieder zu hören.

 

Hauptuntersuchung 2010: ohne festgestellte Mängel

 

Regelmäßig werden alle Schmierpunkte mit frischem Fett behandelt und alle zwei Jahre die Bremsflüssigkeit getauscht.

 

Hauptuntersuchung 2011: geringe Mängel

 

Der rechte Scheibenwischer Motor wollte nicht mehr. Ersatz wurde beschafft und eingebaut.

 

Im Jahr 2013 mussten alle inneren und äußeren Achsmanschetten erneuert werden. Hierbei wurde auch das Getriebe- und Differentialöl gewechselt. Der obere Kühlwasserschlauch hatte auch das Zeitliche gesegnet und musste erneuert werden.

 

Aufgrund dieser anfallenden Arbeiten musste der TÜV Termin auf April 2014 verschoben werden. Auch in diesem Jahr schaffte unsere „Tabata“ die Hauptuntersuchung ohne Mängel und bekam die Plakette für weitere zwei Jahre.

 

In jedem Jahr nehmen wir an mehreren Oldtimerveranstaltungen teil.

Das herausragende Treffen des Jahres 2014 fand am Sonntag, den 07.09.2014 im Freilichtmuseum Molfsee statt. Die Freiwillige Feuerwehr Molfsee präsentierte sich und die 125 jährige wechselhafte Geschichte ihrer Feuerwehr in einen historisch sehr schönen Rahmen.

Unser MUNGA präsentierte ein Stück Feuerwehrgeschichte an der Winkelscheune.

Weitere Informationen zu diesem seltenen (Feuerwehr) OIdtimer findet der Interessierte beispielsweise unter http://www.munga-ig.de/ oder unter http://de.wikipedia.org/wiki/Munga.