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KRAD HERCULES K 125 Bw V1

Allgemeines:

 

Bei diesem ehemalig von der Bundeswehr genutztem Motorrad (später Leichtkraftrad = EU - Bestimmungen) können viele Reparaturarbeiten vom Fahrer selbst durchgeführt werden. Das Krad (Kraftrad) ist ein sehr unproblematisches Fahrzeug.

Dieser Krad-Typ wurde in zwei Varianten hergestellt. Variante 1 unterscheidet sich optisch hauptsächlich durch die Schwinggabel, während bei der Variante 2 eine Telegabel verbaut wurde. Viele der Variante 1 Kräder wurde später zur Variante 2 umgerüstet. Es gibt auch eine Version mit einem größeren Motor.

Diese Krafträder wurden für den Meldeverkehr und Straßenregulierungsaufgaben (z.B.: Bei Kolonnenfahrt) genutzt.

Die Bundeswehr hat die letzten Hercules-Kräder  im Oktober 2004 aus der Nutzung genommen.

Die Freiwillige Feuerwehr Klausdorf hatte keine Kräder dieses Typs im Bestand.

 

Daten:

 

Fahrzeugtyp : Kraftrad K 125 Bw Variante 1
Hersteller : Nürnberger Hercules Werke
Baujahr : 1973
Sitzplätze : 2
Motor : Einzylinder – Zweitakt, Kraftstoffgemisch 1:25
Hubraum : 122 ccm
Leistung : 10 KW / 12,5 PS
Höchstgeschwindigkeit : 100 km/h
Kraftstoffverbrauch : 5 bis 7 Liter / 100 km
Getriebe : 5 Vorwärtsgänge
Länge : 2,035 Meter
Breite : 0,930 Meter
Höhe : 1,060 Meter (ohne RKL-Stange)
Zul. Gesamtgewicht : 300 kg
Elektrik : 6 Volt


Geschichte dieses Fahrzeuges:

1973 Bundeswehr
1987 Deutsches Rotes Kreuz
2004 Klausdorf

 

 

Name des Fahrzeugs : Lilly
Funkrufname : 11 / 15 / 1 a.D.

 

Erklärung :

 

RKL: Rundumkennleuchte (Blaulicht)
gl.: geländegängig

Klausdorfer Fahrzeuggeschichte:

 

Im Jahre 2004 geht es mit einem Motorrad und dem Fahrzeugbrief zur Zulassungsstelle um die schon seit 2001 stillgelegte Hercules wieder anzumelden.

Anmeldung war kein Problem, nur war es jetzt kein Motorrad mehr, sondern fällt unter die Leichtkraftradbestimmungen und bekam eine Betriebserlaubnis.

Bei der Zulassungsstelle war es ein kleiner Kampf, kein kleines Leichtkraftrad-Kennzeichen zu bekommen, sondern das größtmögliche Motorradkennzeichen, damit der Kennzeichenhalter auch voll ausgefüllt ist.

 

Hauptuntersuchung 2004: ohne feststellbare Mängel

 

Scheinwerfer, Lenker, Schutzbleche, Tank, Luftfilter, Batteriefach und Gepäckträger werden abgebaut, gestrahlt und in RAL 3000 (Feuerwehr-Rot) lackiert. Auch die Seitentasche bekommt eine rote Lackschicht und die Funkkennung.

 

Hauptuntersuchung 2006: ohne feststellbare Mängel

 

Der Motor macht Probleme. Ein Ersatzmotor wird eingebaut und der alte Motor überarbeitet.

 

Hauptuntersuchung 2008: ohne feststellbare Mängel

 

Die Tachonadel bricht ab. Ein neuer Tacho wird eingebaut.

Die Kette wird erneuert.

 

Hauptuntersuchung 2010: ohne feststellbare Mängel

 

Der Ersatzmotor gibt auf. Der überarbeitete Alt-Motor kommt wieder zum Einsatz.

Die Bremsen werden erneuert.

 

Hauptuntersuchung 2012: geringe Mängel

 

Am Spiegel löst sich am Rand die Spiegelfolie. Neuer Spiegel wurde angebaut.

 

Bei einem Fahrzeugtreffen in Hessen geht der Motor während der Fahrt aus und ist nicht mehr zum Leben zu erwecken. Mit viel fachlichem Wissen, handwerklichem Geschick und einigem Spezialwerkzeug wird der Kondensator als Fehlerquelle ausgemacht. Auf einem nahegelegenen Oldtimermarkt gibt es auch noch zufällig einen solchen Kondensator, der auch noch vor Ort eingebaut wird. Am Ende des Treffen ist unsere Lilly wieder voll fahrbereit.

 

Auch mit unserer Lilly sind wir jedes Jahr auf mehren Oldtimerveranstaltungen zu sehen.